Selbstbedienung im Internet?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte . . . eine alte, aber immer noch richtige Aussage. Insbesondere im Internet finden sich auf fast jeder Seite Bilder und Fotos zum Thema. Da ist es doch ein Leichtes, einfach per rechten Mausklick das gewünschte Bild herunter zu laden und auf der eigenen Homepage zu verwenden. Aber halt! Zum Einen ist das illegal und kann ziemlich teuer werden. Zum Anderen gibt es im Internet jede menge legale Möglichkeiten, an gute und preiswerte Bilder zu kommen.
Wenn man Fotos im Internet kaufen will, ist es wichtig zu berücksichtigen, für welchen Zweck die Bilder gebraucht werden. Ist man als Zeitungsredakteur auf der Suche nach Bildmaterial, so kann man sogenannte „RM“ (rights managed) Bilder verwenden. Für redaktionelle Nutzung sind die Lizenzvorschrifen weiter gefasst, als für die Werbung. So kann man, wenn über den Eifelturm in Paris berichtet wird ohne Probleme ein Bild des Eifelturms verwenden. Bei Werbebroschüren sieht das schon anders aus. Dort sind die Lizenzen enger gefasst und man braucht so genannte „RF“ (royality free) Bilder. Solche Bilder sind frei von Rechten Dritter. Dazu gehören z.B. Stadtansichten oder Landschaften. Aber auch da kann es Probleme geben. Fotografiert werden darf in solchen Fällen nur von öffentlichem Grund aus. Betritt der Fotograf für seine Aufnahme privaten Grund, verletzt er Rechte des Eigentümers.

Im Internet gibt es viele Fotoagenturen, die ihre Bilder anbieten. Dort wird genau nach diesen Kriterien unterschieden und auch die Kosten sind oft je nach Verwendung unterschiedlich. Preislich reicht die Spanne von ein bis vier Euro z.B. bei fotolia.com oder istockphoto bis hin zu Profiquelle wie gettyimages, wo ein Bild schon mal einige hundert Euro kosten kann. Aber auch in der „Mittellage“ gibt es viele Angebote. Z.B. Panther Media, Imagepoint, Irisblende, oder digital Stock.

Dabei gibt es natürlich starke Unterschiede in der Bildqualität bei den verschiedenen Anbietern. Bei Fotolia z.B. muß sich der Nutzer je nach Suchbegriff durch tausende von Bildern „quälen“ um das richtige in der gewünschten Qualität zu finden. Bei teureren Anbietern ist das Angebot oft übersichtlicher und es werden nur Top-Fotos angeboten. Hier muss man sich entscheiden, ob die Qualität oder der Preis den Ausschlag zum Kauf geben soll.

Bei einigen Anbietern kann man sogar kostenlos Bilder herunterladen. Hier muß man dann aber schon starke Abstriche an der Qualität machen. Oft sind die Bilder gerade noch gut genug, um sie im Internet zu verwenden. Für Drucksachen sollte man sich hier lieber nicht bedienen. Denn schlechte Bilder können auch das eigene Ansehen beeinträchtigen.

Will man sich im Internet oder bei der eigenen Werbung von anderen unterscheiden, sollte man auf wirklich professionelle Bilder zurück greifen. Das mag zunächst dreistellige Eurobeträge kosten, zahlt sich aber oft in gutem Image und besserem Erscheinungsbild aus.

2018-06-25T16:24:16+00:0008. August 2007|Netztheke, WebWork - Tipps, Tricks, News|