Kurz erklärt: Was ist ein Webhoster, Provider oder Domain Anbieter

Die Frage was denn ein Webhoster oder ein Webhosting Provider ist, wird in google immer wieder gestellt.

Es werden hierbei oft unterschiedliche Begriffe mit einander vermischt.

  • Hoster

  • Webhoster

  • Webhosting

  • Webhosting Provider

  • Provider

  • ISP

  • Domain Provider

  • Free-Hoster

  • Freemail Anbieter

  • E-Mail Provider

  • File Hoster

Die Liste ist lang. Fangen wir an das ganze einmal zu erklären.

Der Webhoster, der Hoster oder der Webhosting Provider.

Diese 3 Bezeichnungen werden in der Regel für die gleiche Art Service / Leistungen verwendet.

Ein Webhoster bietet in der Regel Speicherplatz mit einem FTP Zugang um Daten hoch zu laden. Das Speichern von Dateien auf einem an das Internet angeschlossenen / erreichbaren Speicherplatz (Server) nennt man „Hosten“.
Und da das ganze im „Web“ stattfindet, nennt man es auch das „Webhosting“, man hostet sozusagen das „Web“.

Ein Webhoster bietet in diesem Zusammenhang in der Regel auch das Registrieren von Domains an, damit die hochgeladenen Dateien m Browser auch unter einer leicht zu merkenden Adresse erreichbar sind. Alternativ kann man auch zu einem „Domain Anbieter“ gehen und die Domain dann auf den beim Webhoster gemieteten Speicherplatz leiten – ist aber unnötig umständlich. Zudem gehört zu den Angeboten eines Webhosting Providers in der Regel auch die Nutzung von E-Mail Adressen zur eigenen Domain. Wer also die Domain „meine-Beispieldomain.de“ hat, kann dort in der Regel auch E-Mail Adressen wie „mustermann@meine-Beispieldomain.de“ oder „kontakt@meine-Beispieldomain.de“ anlegen und nutzen.

Auch ein Webmail gehört heute zum Service eines Webhosters dazu, ebenso wie ein Web-FTP, damit man auch von Unterwegs oder von fremden PCs aus, mal eben Dinge hochladen oder E-Mails checken kann – ohne vorher FTP Software oder E-Mail Software installieren zu müssen.

Ja nach gebuchtem Tarif, ist auch die Installation von Webseiten Software wie WordPress, joomla oder Typo 3 möglich. Auch Shops und Forensoftware kann in der Regel bei einem Webhosting Provider installiert werden.

Der Provider oder ISP.

Dies muss nicht unbedingt ein Webhosting Provider sein. Hinter dieser Bezeichnung versteht man eher einen „Zugangs Provider“ welcher einem den Zugang zum Internet ermöglich. Also sozusagen der Anbieter über welchen man Online geht. Die bekanntesten hierbei dürften die Telekom, 1&1 oder Kabel-Deutschland sein.
Viele große Zugangsprovider, bieten auch Webhosting Angebote an – de Zufriedenheit der Kunden ließ hier in der Vergangenheit aber oft zu wünschen übrig. Außerdem ist es umständlich seinen Telefon/Internet Anbieter zu wechseln, wenn man dann auch gleich seine Domain und installierten Webseiten rechtzeitig umziehen muss. Natürlich ein Vorteil für die Zugangs-Anbieter, dass fesselt die Kundschaft und die Kunden scheuen einen Anbieter-Wechsel der mit zu viel Aufwand verbunden ist.

Ein Domain – Provider.

Es gibt Anbieter, welche sich auf die Registrierung von Domains spezialisiert haben. Dort bekommt man eine besonders große Auswahl an Domainendungen und diese oft sogar zu günstigeren jährlichen Domain-Gebühren. Der Service und Support im Bereich Speicherplatz, E-Mail etc – ist hier in der Regel weniger gut, der Preis muss klein sein um Kunden an zu locken. Die so registrierten Domains kann man in der Regel auf einen Webhosting Anbieter weiter leiten – zahlt dann aber oft Doppelt. In den meisten Webhosting Angeboten, ist schon eine Domain inklusive – es lohnt sich also eher bei ungewöhnlichen Domain Endungen.

Ein File Hoster.

Oft benötigt man gar keine Webseite oder E-Mail Adresse, sondern nur die Möglichkeit eine Datei im Internet zu speichern und per Link anderen zu zeigen.
z.B. ein paar Bilder oder PDF Dateien. Hierzu gibt es File Hoster. Dort kann man Dateien hochladen und bekommt einen Link … z.B. name-des-hosters.xy/meinedateixxx000666.jpg
Einige dieser Angebote sind kostenpflichtig, andere kostenlose bezahlt man mit seinen Daten (man bekommt Spam, oder Post…) oder durch Werbeeinblendungen beim Aufruf des Links.

Free-Hoster.

Free Hoster gibt es auch schon seit vielen Jahren. Sie bieten in der Regel abgespeckt die Leistungen eines Webhosting Providers. Aber nichts auf dieser Welt ist wirklich kostenlos. Deren Server und Mitarbeiter kosten Geld. Also werden oftmals die Adressdaten der Kunden zu Geld gemacht, Werbung auf den Webseiten der Kunden eingeblendet etc – am Ende finden Sie Wege um Geld mit ihren Kunden zu verdienen um nicht zu verhungern.

E-Mail/Freemail Anbieter.

Schon vor Jahren etablierten sich Freemail Anbieter wie gmx.de oder web.de . Man konnte sich dort registrieren und sich eine E-Mail Adresse im Format karls.mueller@gmx.de oder ichbins@web.de sichern. Dazu gehört immer eine komfortable Web Oberfläche, an Stelle einer E-Mail Software benutzt man das Portal / die Webseite, des E-Mail Anbieters.
Diese Angebote sind in der Grundversion normalerweise kostenlos. Die Anbieter verdienen Ihr Geld durch viele kostenpflichtigen Zusatzangebote und Werbeeinblendungen auf dem Portal. Schon vor 18 Jahren machten einige Jugendliche aus unserem I-Net Team den Test. Legten sich diese kostenlosen E-Mail Adressen an – OHNE – diese zu benutzen. Dennoch kamen Woche für Woche eine zunehmende Anzahl an Spam Mails. Also zumindest damals war klar, die Anbieter verdienten unter anderem Ihr Geld durch die Kundendaten / Spam / Werbung – wie dies heute läuft, kann ich nicht sagen.

Am Ende sind also viele Begriffe für die gleiche Leistung aber auch viele sich einfach nur ähnelnde Angebote. Ich hoffe wir konnten hiermit einige Begriffe erläutern 🙂