HTML und WYSIWYG Editoren – Teil III (von III)

Vergleich einiger WYSIWYG-Editoren:
Markführer ist schon lange das Programm Dreamweaver, inzwischen im Besitz von Adobe und zur Zeit in der Version CS3 für 529 Euro zu haben.

Dreamweaver verbindet den WYSIWYG-Editor mit direkter paralleler Quelltexterstellung. Das heißt, der Programmnutzer kann während der laufenden Arbeit zwischen der WYSIWYG- Bearbeitung und der Quelltext/HTML-Bearbeitung hin und her wechseln. So kann ein versierter Programmierer mehr Möglichkeiten ausreizen. Dreamweaver wendet sich also auch wegen seiner Komplexität und seines riesigen Funktionsumfangs eher an Profi-User.

Ein Vorteil dieses Programms liegt nach Usermeinung darin, dass – im Gegensatz zu kommerziellen Konkurrenzprodukten wie Microsoft Expression Web oder Adobe GoLive – einigermaßen „ordentlicher“ HTML-Code generiert wird.

Dreamweaver gestattet also die einfache grafische Bearbeitung von HTML-Seiten und bietet Farbkennzeichnung sowie Autovervollständigen für HTML-Code und andere Skriptsprachen wie JavaScript und PHP. Kritiker beklagen sich gelegentlich über Instabilitäten, anstrengend zu erstellendes Layout sowie eine zu schwerfällige Behandlung von Skriptsprachen.

Trotz dieser Kritik will kaum ein Profi auf die genannten Konkurrenzprodukte wechseln, außer in speziellen Anwendungssituationen. So kann es sinnvoll sein, bei der Erstellung von ASP-Projekten Microsoft Expression Web zu verwenden, da ASP eine Technik ist, die Microsoft entwickelt hat, um Datenbanken im Internet nutzbar zu machen. Ebenfalls sinnvoll ist es für einen Grafiker, der lange mit Adobe Produkten gearbeitet hat, Adobe GoLive als Webeditor einzusetzen, denn so kann er sein Wissen auf dieses Produkt transferieren.

Als Alternative zur lokalen Websiteerstellung werden nur gesehen: kostenlose Programme wie NVU oder den Einsatz von CMS (Content Management Systemen) wie Typo3 oder Joomla. Inzwischen sind viele Websites so komplex, dass das lokale Erstellen der Seiten, das lokale Verknüpfen der Inhalte und das anschließende Hochladen auf den Server als wenig produktiv eingeschätzt werden. Man wendet dann eher ein CMS an.

Aber auch beim CMS stellt sich die Frage: manuelle HTML-Code-Eingabe oder WYSIWYG-Editor? Denn innerhalb des CMS muss auch Quellcode erzeugt werden. Im kostenlosen Programm Joomla und im beliebten Weblog-Programm WordPress wird als kostenloser WYSIWYG-Editor TinyMCE angeboten.

2007-11-12T20:49:06+00:0011. November 2007|Netztheke, WebWork - Tipps, Tricks, News|