Der Brexit eröffnet in Kürze die Chance, bisher noch nach Großbritannien vergebene .eu-Domains neu zu registrieren.

Die letzten rund 81.000 .eu-Domains von Nutzern im Vereinigten Königreich sind nach dem Brexit jetzt nicht mehr erreichbar. Darauf hat die zuständige Registry EURid hingewiesen, wie das britische Magazin The Register berichtet. Diese Domains haben nach der Ankündigung jetzt offiziell den Status „Suspended“ bekommen und können deshalb aktuell von den bisherigen Besitzern nicht mehr genutzt werden.

Die endgültige Roadmap

Über die erlaubte Nutzung einer .eu-Domain und die Voraussetzungen dazu wurde im Rahmen der Brexit-Verhandlungen wieder und wieder diskutiert: Zuerst hieß es, die Domains könnten komplett verloren gehen, das wurde aber kurz danach wieder zurückgenommen. Zum Schluss  gab es dann eine Einigung darüber, dass auch EU-Bürger außerhalb der Union solche Domains besitzen dürfen.

Im Zuge der mehr als chaotischen Verhandlungen darüber wurden die Pläne aber inzwischen wieder ausgesetzt und erst zum gerade gelaufenen Jahreswechsel vollzogen. Das heißt konkret, dass Bürger oder Unternehmen des Vereinigten Königreichs ihre .eu-Domains nur dann verlieren, wenn sie keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in der EU haben oder wenn die Unternehmen nicht auch in der EU registriert sind.

Ende März können die Domains neu registriert werden

Beim Start der Verhandlungen gab es noch ungefähr 300.000 .eu-Domains im Vereinigten Königreich, aktuell sind es nur noch etwas mehr als 81.000. Für die verbliebenen, derzeit nicht nutzbaren Domains hat die EURid nun eine weitere Übergangsphase von drei Monaten vorgesehen.

In diesen drei Monaten kann der Status beziehungsweise die Registrierung der Domain noch geändert werden. Wenn das bis Ende März 2021 nicht geschehen ist, verlieren die Nutzer ihre Rechte an den Domains, und diese sind dann wieder frei verfügbar sind und können von anderen Interessenten mit dem gleichen Domain-Namen neu registriert werden.

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